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Hegemoniales Kaisertum: Ottonen und Salier

911..1125 Ottonen und Salier Der abendländische Unversalismus
des Hochmittelalters:
Hegemoniales Kaisertum
Zeit Politik Hinweis
911..1125 Das Hohe Mittelalter
Vom Beginn des Deutschen Reiches
bis zumTode Kaiser Heinrich V.
Ottonen und Salier
906 Die Ungarn fallen in Ostfranken ein.  
910 Das Benediktiner-Kloster Cluny wird gegründet.
Dort beginnt im 11. Jahrhundert die christliche Reformbewegung der Cluniazenser, die cluniazensische Reform: Disziplinierte Askese und Arbeit sollen das alte mönchische Ideal erneuern, gleichzeitig der Laienwelt durch die Predigt ein vertieftes Verständnis der christlichen Kehre vermittelt werden.
Kloster Cluny in Burgund
911.918 König Konrad I.
Er kämpft, obwohl im Bund mit der Kirche, ohne Erfolg gegen die Stämme und den Adel im Reich. Die Herzogtümer Sachsen, Schwaben, Bayern, Franken und Lothringen bilden sich Reichsgebiet heraus.
 
913 Konrad I. wird von den Herzögen Heinrich von Sachsen und Arnulf von Bayern bedrängt.  
918 Die Ungarn fallen in Sachsen ein und plündern Bremen.
König Konrad I. †
Vor seinem Tode designiert er seinen ehemaligen Widersacher, Herzog Heinrich von Sachsen, zu seinem Nachfolger, um die Reichseinheit sicherzustellen.
 
919..1024 Sächsische Könige und Kaiser
 
Ottonische Kunst
- Der frühfeudale deutsche Staat
- Die sächsischen Könige
- Bistumsgründungen, Bischofsstädte,    Burgen, Damenstiftskirchen, Dom
- Magdeburg, Gernrode,
   St.Michael in Hildesheim
919..936 König Heinrich I.
Herzog von Heinrich von Sachsen, Heinrich der Vogler, wird in Fritzlar zum König gewählt. Heinrich wird als Gründer des Deutschen Reiches angesehen. Er lässt Burgen anlegen und schafft ein Reiterheer.
 
um 920 Für die fünf deutschen Stämme (Herzogtümer) der Franken, Sachsen, Schwaben, Bayern, Lothringer bildet sich um 920 der Name »Regnum teutonicum" heraus.  
924 Heinrich I. vereinbart mit den Ungarn einen neunjährigen Waffenstillstand und vereinbart mit ihnen die Leistung von Tributzahen.  
925 Rückgewinnung Lothringens:
Heinrich I. gliedert Lothringen dem Deutschen Reich an.
Ekkehard, Mönch von St.Gallen (um 909..973), schreibt um 925 das »Waltharilied« in lateinischer Sprache.
928..929 Heinrich I. zieht gegen die Slawen, erobert Brennabor (Brandenburg). Heinrich I.gründet die Burg Meißen.
931   Von dem Kloster Cluny aus verbreitet sich unter dem Abt Odo die cluniazensische Reform des Ordenswesen über Burgund und Lothringen. Durch Askese und Arbeit soll das klösterliche Leben erneuert werden.
933 Die Ungarn fallen in Sachsen ein, werden aber von Heinrich bei Riade an der Unstrut vernichtend geschlagen.  
936 Heinrich I. †
Er wird in Quedlinburg, seiner Lieblingsresidenz, beigesetzt.
 
936..973 Otto I. der Große
Sohn Heinrichs I., wird im Aachener Münster nach dem Vorbild Karls des Großen zum König gekrönt.
Otto setzt Hermann Billung und Gero an der Slawengrenze zur Sicherung des Reiches als Markgrafen ein.
Kämpfe mit den Herzögen – Franken wird 939 mit dem Reich vereint. Kämpfe (Mordplan) auch mit seinem aufständischen Bruder Heinrich.
Vergebung der Herzogtümer an seine Verwandten.
Nach neuen Aufständen werden die geistlichen Fürsten die Hauptstützen der Reichsverwaltung: sie werden vom König ernannt ohne Erblichkeit der Lehen.
Das Frauenstift Quedlinburg wird von Otto I. und seiner Mutter Mathilde gegründet und mit reichen Gütern ausgestattet. Es bildet fortan eine bedeutende Stätte des Geisteslebens, Die Tochter Ottos, ebenfalls Mathilde, wird 966 erste Äbtissin.
938..941 In Franken, Bayern und Lothringen kommt es immer wieder zu Aufständen gegen Otto, die dieser niederschlägt. Auch Ottos Brüder Thankmar, der älteste von Heinrich I. Söhnen, und Heinrich rebellieren gegen den König.  
946 Das Bistum Havelberg wird von Otto I. gegründet und dem nachmaligen Erzbistum Magdeburg unterstellt.  
947 Otto I. setzt seinen jüngeren Bruder Heinrich als Herzog von Bayern ein (Heinrich der Zänker).  
948 Das Bistum Brandenburg wird gegründet.  
950 Otto I. setzt seinen Sohn Liudolf als Herzug von Schwaben ein. Um 950: Erste deutsche Kulturblüte (Ottonische Renaissance) unter starkem Anteil der königlichen Frauen (Mathilde, Mutter Ottos; Adelheid; Hrotsvitha von Gandersheim; Hadwig von Schwaben).
Anfänge des romanischen Baustils: Gernrode.
Die althochdeutschen Merseburger Zaubersprüche werden in Stabreimen aufgezeichnet. Sie rufen zur Beschwörung von Krankheit und Unfall die germanischen Götter an.
Die Edda-Dichtung entsteht in Island, ein Hauptwerk der germanischen Literatur. Sie enthält Sprüche, Götterlieder und Heldengesänge in Stabreimen.
951 Auf seinem ersten Italienzug befreit Otto I. Adelheid, die Witwe König Lothar's von Italien, besiegt ihre Gegner; er heiratet Adelheid und lässt sich zum König der Langobarden krönen.  
953..955 Herzog Luidolf von Schwaben, Sohn Ottos I., und Herzog Konrad der Rote von Lothringen, Schwiegersohn Ottos, erheben sich gegen den König, müssen sich jedoch unterwerfen und verlieren ihre Herzogtümer. Das Herzogtum Lothringen wird Erzbischof Brun von Köln, Bruder Ottos, übertragen.  
um 954 Ottonisches Kirchensystem.
Durch die andauernden Rebellionen der Herzogtümer veranlasst, schwächt Otto deren Macht, indem er die geistlichen Fürsten zu Hauptstützen der Reichsverwaltung macht: sie werden vom König ernannt ohne Erblichkeit der Lehen.
 
955 Sieg über die Ungarn auf dem Lechfeld.
Auf dem Lechfeld schlägt Otto I. der Große vernichtend die Augsburg belagernden Ungarn und beseitigt damit endgültig die Ungarn-Gefahr für Deutschland. – Die »Heilige Lanze« wird zum Symbol unbesiegbarer königlicher Macht; ihrer Wunderkraft wurde der Sieg zugeschrieben.
Gleichzeitig wird von Gero und Hermann Billung ein Slawen-Aufstand niedergeschlagen.
 
956 Lüneburg entwickelt sich aufgrund seiner Salzquellen zu einer bedeutenden Handelsmetropole.  
961..965 Auf seinem zweiten Italienzug nimmt Otto I., vom Papst um Hilfe gerufen, Berengar von Ivres gefangen, verbannt ihn, und macht sich ein weiteres Mal zum Herrn des langobardischen Reiches.  
962

Kaiserkrönung Ottos I des Großen

Otto I. wird in Rom von Papst Johannes XII. zum Kaiser gekrönt; Otto wiederholt die Schenkungsversprechen.

Damit beginnt das »Heilige Römische Reich Deutscher Nation«, in dem deutsches Königtum mit römischem Kaisertum verbunden wird. Nationale Interessen und universale Ziele werden miteinander verschmolzen.

Dieses führt innerhalb kurzer Zeit zu einem ständigen Machtkampf zwischen Kaiser und Papst, der die deutsche Zentralgewalt schwächen wird und damit die deutschen Fürsten in ihrer Stellung stärken wird.

 
963..965 Markgraf Gero unterwirft die Wenden in der Lausitz und macht die Slawen zwischen Oder und Warthe zinspflichtig. Im griechischen Athos-Gebirge entstehen Klöster, die große kulturelle Bedeutung erlangen.
966 Auf seinem dritten Italienzug lässt Otto I. sich in Kampanien von den langobardischen Fürsten huldigen. Um 966 schreibt der Mönch Widukind von Corvey (geboren um 925) seine geschichte der Sachsen, die »Res gestae Saxonia«, sein.
967 Otto I. der Große lässt seinen Sohn Otto II. von Papst Johannes XIII. zum Kaiser krönen.  
968 Gründung des Erzbistums Magdeburg
als Mittelpunkt für die Missionierung der nordöstlichen Slawenwelt; für Böhmen wird 987 das Bistum Prag gegründet
Um 970 schreibt Hrosvitha, Roswitha von Gandersheim (um 935..1000), Legenden und christliche Dramen in lateinischer Sprache.
In der Reichenauer Schule kommt es zur Blüte Ottonischer Buchmalerei.
Die frühromanische Plastik »Gerokreuz« wird für den Kölner Dom geschaffen.
972 Otto II. heiratet in Rom die byzantinische Prinzessin Theophanu.
Süditalien bleibt bei Byzanz; Capua und Benevent werden den deutschen Herrschaftsgebiet zugeschlagen.
 
973 Otto I. der Große †
Er wird in Magdeburg beigesetzt.
Das Bistum Prag wird gegründet.
 
973..983 Kaiser Otto II., Sohn Ottos I. des Großen  
976 Kämpfe im Innern gegen Heinrich der Zänker von Bayern, Vetter Otto des Großen (Absetzung: 976). Die Babenberger in der Ostmark. Kärnten selbstständig.  
979 Otto II. dringt im Westen bis Paris vor, um den Ansprüchen Frankreichs auf Lothringen zu begegnen.  
981..983 Otto II. kämpft im Süden in Süditalien gegen Araber (Sarazenen).  
982 Bei Cotrone wird das kaiserliche Heer von den Sarazenen vernichtend geschlagen.  
983 Großer Slawenaufstand.
Im Norden und Osten kommt es zum großen Slawenaufstand. Die Gebiete östlich der Elbe gehen den deutschen Herrschaftsgebiet zunächst verloren; die Elbe und die Eider bilden die Grenze.
 
983 Otto II. in Rom †
Er wird in der Peterskirche beigesetzt.
 
983..1002 Kaiser Otto III., Sohn Ottos II.
Für den dreijährigen Kaiser übt zunächst seine Mutter Theophanu die Regentschaft aus, später seine Großmutter Adelheid und der Erzbischof Williges von Mainz. 995 übernimmt Otto III. die Regierung.
Im Kloster Reichenau entsteht für Otto III. ein Evangeliar, das goldene Buch.
984 Der norwegische Normanne Erik der Rote entdeckt und besiedelt Grönland (Grünland).  
987


seit 987
Mit König Ludwig V. stirbt auch in Westfranken das Haus der Karolinger aus.

Die Kapetinger in Frankreich.
Hugo von Franzien, ein Kapetinger ,wird zum König gewählt.
Sie regieren bis 1328; das Königtum gewinnt unter ihnen wieder an Ansehen.
 
993..1022 Bernward, Bischof von Hildesheim. Bernward, ein Förderer der Kunst.
994..1049 Odilo, Abt von Cluny Odilo beeinflusst maßgeblich die kirchliche Reformbewegung.
995 Otto III. übernimmt die Regierung.  
996..999 Papst Gregor V., erster Papst deutscher Herkunft.
Otto III. in Italien. Die Regierungsgeschäfte führt in dieser Zeit seine Tante, die Äbtissin Mathilde von Quedlinburg.
Otto III. wird in Rom von Papst Gregor V. zum Kaiser gekrönt. – Er will das Römische Reich im christlichen Sinne erneuern und Rom zum Mittelpunkt des Imperiums machen.
 
997   Für den König Stephan I. von Ungarn wird ein Krönungsmantel mit Goldstickerei angefertigt.
1000 Otto III. unternimmt eine Wallfahrt nach Gnesen zum Grabe des heiligen Adalbert; er gründet das polnische Erzbistum Gnesen.
In Aachen lässt er das Grab Karls des Großen öffnen, um ihm zu huldigen.
 
um 1000 Venedig gewinnt die Vormachtstellung über die Adria.
Der Normanne Leif Erikson, Sohn Eriks des Roten, entdeckt Amerika; auf einer Fahrt nach Grönland landet er in Vinland (Neu–Schottland).
Der romanische Stil beherrscht die Kunst. ..1150: Frühromanischer Baustil
 
In der Bevölkerung breitet sich der Chiliasmus aus, ein Glaube, dass um die Jahrtausendwende der Weltuntergang und Jüngste Gericht erfolgen und dass Christus nach seiner Wiederkunft ein irdisches Tausendjähriges Reich des Friedens und der Freude errichten würde. – Der Chiliasmus tritt außer in der Zeit des Urchristentums jeweils in angsterfüllten Phasen des Mittelalters auf.
1001 Ungarn ein christliches Königreich:
König Stephan I. von Ungarn lässt sich taufen und erhält vom Papst die Stephanskrone. Er gründet das Erzbistum Gran und eine nationale selbstständige Kirche.
 
1002 Otto III. †
Um einen Aufstand niederzuschlagen unternimmt Kaiser Otto III. einen Zug nach Italien. Dort stirbt er.
Er wird im Aachener Münster beigesetzt.
 
1002..1024 Kaiser Heinrich II.
Herzog Heinrich von Bayern, ein Vetter Ottos III., wird in Mainz zum König gewählt. Er setzt sich nach anfänglichen Widerständen als König durch. Durch Einschüchterung bringt Herzog Heinrich die Reichsinsignien, die Symbole der königlichen Macht, an sich, als er den Zug mit den sterblichen Überresten Ottos III. im Herzogtum Bayern in seine Gewalt bringt.
Am 9. Oktober wird Kunigunde, seine Gemahlin, in Paderborn zur Königin gekrönt.
1146 wird Heinrich von Papst Eugen III. heilig gesprochen. Die Heiligsprechung Kunigundes erfoglt 1200.
 
1004 Heinrich II. unternimmt einen Italienzug und erwirbt die lombardische Königskrone.  
1007 Heinrich II.gründet für die Slawenmission das Bistum Bamberg.  
1007..1013 Boleslaw I. von Polen kämpft um die Lausitz, mit der er schließlich von Heinrich II.belehnt wird. Um 1009 schreibt der Bischof Thietmar von Merseburg (975..1018) eine Chronik in acht Büchern, die insbesondere der Hinweise über die Slawen wegen gewürdigt wird.
1014 Heinrich II. wird in Rom von Papst Benedikt VIII. zum Kaiser gekrönt. Um 1015 entsteht in der Regensburger Schule der ottonischen Buchmalerei das Evangeliar der Äbtissin Uta.
1016..1035 Die Normannen in Unteritalien. Normannische Ritter kämpfen in Süditalien gegen Araber und Byzantiner, werden aber von Byzanz geschlagen. 1019 wird von Heinrich II. das Münster in Basel gegründet.. 1020 wird der Bamberger Dom von Papst Benedikt VIII. eingeweiht.
1016..1035 König Knut der Große von Dänemark unterwirft Norwegen, England und Schottland.  
1021..1022 Heinrich II. unternimmt einen dritten Zug nach Italien.  
1022 Der Mönch Notker der Deutsche von St.Gallen † Notker übersetzte u.a. Vergil und Aristoteles ins Althochdeutsche.
1024 Heinrich II. unternimmt einen dritten Zug nach Italien.  
1024..1125 Fränkische (Salische) Kaiser
 
 
1024..1080   Frühromanik
-  Heinrich IV.
-  Investiturstreit
-  Reformen (Cluny, Zisterzienser),    Hirsauer Bauschule, Prämonstratenser
-  Backsteinbaukunst,
    Kaiserdome, Krypten, Pfalzen,
    Reichsburgen, Stadtbaukunst, Türme
1024..1039 Kaiser Konrad II.,
ein Salier und Nachkomme Ottos des Großen
 
1025..1030 Herzog Ernst von Schwaben erhebt sich gegen Konrad II. Boleslaw I. wird König von Polen. Nach seinem Tode verliert sein Sohn König Mieczyslaw II. (Miseko) Mähren an den Herzog von Böhmen und die Lausitz an den Kaiser.  
1026..1027 Konrad II. unternimmt einen Zug nach Italien, nachdem er vorher seinen Sohn Heinrich zu seinem Nachfolger designiert hat. In Mailand wird Konrad mit der eisernen Krone der Langobarden gekrönt. Die italienischen Fürsten erkennen seine Herrschaft an.
1027 wird Konrad II. in Rom von Papst Johann XIX. zum Kaiser gekrönt.
Konrad II. überträgt seinem Sohn Heinrich, dem späteren Kaiser Heinrich III., das Herzogtum Bayern.
 
1030 Die Normannen siedeln sich in Unteritalien an. Der Bau des Domes zu Speyer beginnt, einer frühromanischen Kreuz-Basilika. – Hier werden die salischen Kaiser beigesetzt. Im Kloster Echternach entsteht um 1030 die Handschrift »Das goldene Evangeliar«, ein Meisterwerk der Trierer Kunst.
1032-1034 Das Königreich Burgund fällt nach dem Tode Rudolfs III. an das Reich. Konrad lässt sich 1033 zum König von Burgund krönen. Damit kommt auch die Schweiz zu Deutschland.  
1033.1109 Anselm von Canterbury, Begründer der Scholastik.
Im Sinne der Logik des Aristoteles versuchen die Scholastiker die geoffenbarten Glaubenswahrheiten zu erklären und nachzuweisen.
 
1034 Erwerbung Burgunds  
1035 König Knut der Große von Dänemark † Das Reich König Knut des Großen von Dänemark wird nach seinem Tode geteilt.  
1035..1087 Wilhelm der Eroberer, Herzog der Normandie, seit 1066 König von England.  
1036..1038 Zweiter Zug König Konrads II. nach Italien.
Er unterstützt die Ritterschaft gegen den Adel und legt in einem Lehnsgesetz die Erblichkeit der mittelbaren Lehen fest (Constitutio de feudis).
 
1039 Kaiser Konrad II. † in Utrecht.
Er wird im Dom zu Speyer beigesetzt.
 
1039..1056 Kaiser Heinrich III.,
Sohn Konrads II., ein Anhänger der cluniazensischen Kirchenreform.
Unter Heinrich III. erreicht die Kaisermacht ihren Höhepunkt. Böhmen, Polen und Ungarn werden deutsche Lehen.
 
1040 Macbeth erschlägt Duncan, den König von Schottland, und übernimmt die Herrschaft.  
1041 Unterwerfung Böhmens.
Die Normannen besetzen das byzantinische Apulien.
 
1045..1047 Heinrich III. in Italien.
Er will seine Herrschaft sichern und die cluniazensischen Reformen auch für das Papsttum durchsetzen. In Rom gibt es drei, von rivalisierenden Gruppen gewählte Päpste
 
1046 Synode zu Sutri.
Heinrich III. setzt die Päpste Benedikt IX., Gregor VI. und Sylvester III. ab und ernennt seinerseits den Bischof Suidger von Bamberg als Clemens II. zum Papst.
Clemens II. krönt Heinrich III. zum Kaiser.
Die kaiserliche Macht gegenüber dem Papsttum steht auf ihrem Höhepunkt.
 
1048..1054 Papst Leo IX., ein Anhänger der Kirchenreform. Unter seiner Regentschaft werden Geistlichkeit und Klöster eng an das Papsttum gebunden. Um 1048 entsteht das goldene, mit Perlen und Edelsteinen verzierte Welfenkreuz.
1049..1109 Abt Hugo von Cluny. Die cluniazensiche Reformbewegung zur Erneuerung der Kirche richtet sich gegen die Verweltlichung der Kirche, gegen Simonie (Ämterkauf) und gegen die Priesterehe. (Um) 1050:
-  ensteht eine (neue)
    deutsche Kaiserkrone.
-  ist die mittelhochdeutsche Sprache
    in Gebrauch (bis etwa 1350).
-  ziehen fahrende Sänger durchs Land
-  wird mit dem Bau des Münsters in     Konstanz begonnen.
-  wird die Kirche St.Maria
    im Kapitol in Köln errichtet.
1052   Der Dom in Hildesheim wird erbaut. Die Domtüren stellen ein bedeutendes Denkmal der Plastik der Ottonischen Kunstepoche dar.
1053 Papst Leo IX. wird bei Civitate von den Normannen besiegt.  
1054 Zwischen der byzantinischen und der römischen Kirche kommt es endgültig zur Spaltung in die orthodoxe Ostkirche und die römisch–katholische Westkirche. In Europa entstehen damit zwei kulturelle Kreise. In Aachen wird der 4-jährige Heinrich IV zum deutschen König gekrönt.  
1056 Kaiser Heinrich III. stirbt auf der Pfalz Bodfeld im Harz; er wird im Dom zu Speyer beigesetzt.  
1056..1106 Kaiser Heinrich IV.
Für den 6-jährigen Sohn Heinrichs III. wird die Regentschaft zunächst von seiner Mutter Agnes, später von den Erzbischöfen Anno von Köln und Adalbert von Bremen übernommen.
 
1058 An der Kurie in Rom bildet sich eine Reformpartei unter Führung Hildebrands, eines Mönches aus dem Kloster Cluny. Simonie, Laieninvestitur und Eigenkirchenrecht werden abgelehnt; die Oberlehnsherrschaft des Papstes über alle weltlichen Fürsten wird (aus religiösen Gründen) gefordert. Die Grundlagen des Reiches geraten in unmittelbare Gefahr.  
1059 Papstwahldekret.
Die Papstwahl wird neu geregelt (Papstwahldekret): Der Papst wird allein von den Kardinälen gewählt und übernimmt unmittelbar nach seiner Wahl sein Amt.
Dadurch wird die Bestätigung des Papstes durch den Kaiser bedeutungslos.
Der Papst belehnt den Normannenfürsten Robert Guiscard mit Apulien und Sizilien.
 
1061 Die Normannen erobern ganz Sizilien.  
1064   Unter Führung des Erzbischofs Siegfried von Mainz unternehmen (angeblich 12.000) deutsche Pilger eine Wallfahrt nach Jerusalem.
1066 Die Normannen in England.
Der Normannherzog Wilhelm der Eroberer besiegt König Harold von England in der Schlacht bei Hastings und wird anschließend in London zum König gekrönt. · In England entsteht ein normannischer Lehnsstaat.
 
..1154 regieren in England die Normannischen Könige.
 
1070   Die Benediktiner gründen das Kloster Banz im heutigen Mainfranken.
In Jerusalem wird der Johanniterorden gegründet.
1071 Die Normannen erobern nach Sizilien die letzten byzantinischen Besitzungen in Süditalien (Apulien,...). Um 1071 wird in Bayeux in der Normandie ein Bildteppich angefertigt, der die Eroberung Englands durch die Normannen darstellt.
1073..1085 Der Mönch Hildebrand wird zum Papst gewählt:
Papst Gregor VII.

Zwischen König und Papst entbrennt ein Streit um das Recht, Bischöfe einzusetzen (Inverstiturstreit). Dieses Recht haben die deutschen Könige und Kaiser bisher für sich in Anspruch genommen und auf dieser Basis die Reichsverwaltung gegründet. – Im Investiturstreit ringen Papst und König auf Basis unterschiedlicher Standpunkte ("Recht gegen Recht") um die Durchsetzung einer gerechten Ordnung, verbunden mit der Frage der Vorherrschaft in Europa.
 
1075 Papst Gregor VII. verbietet die Laieninvestitur, den Kauf geistlicher Ämter (Simonie) und fordert das Zölibat (Ehelosigkeit der Priester). Das Reich, die weltliche Gewalt, soll sich der Kirche, der geistlichen Gewalt unterordnen. Dem Kaiser wird der Bann angedroht. Der Chronist Adam von Bremen vollendet eine »Hamburgische Kirchengeschichte« mit Informationen auch über die nordischen Länder.
1076 Auf der Synode der deutschen Geistlichkeit in Worms wird Gregor VII. abgesetzt. Daraufhin spricht Gregor VII. auf der Fastensynode in Rom den Bann gegenüber Heinrich IV. aus.
Im Investiturstreit vertritt das Kloster Hirsau unter Abt Wilhelm maßgeblich die gregorianische Partei; der König dagegen wird von Städten und den Ministerialen (Dienstadel) unterstützt
Die Türken (Seldschuken) erobern Kleinasien, auch Jerusalem, das führt im Abendland zu großer religiöser Empörung und macht die späteren Kreuzzüge möglich.
 
1077 Um sich vom Bann zu lösen, sicher nicht nur aus religiösem Antrieb, sondern auch aus handfesten machtpolitischen Gründen zieht Heinrich IV. nach Canossa, um vor Papst Gregor VII. Buße abzulegen.
Nicht zuletzt durch Fürsprache des Abtes Hugo von Cluny wird der Kaiser vom Bann gelöst.
Die deutschen Fürsten wählen Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig.
Die Feste Hohensalzberg wird erbaut.
In London wir 1078 mit dem Bau des Towers begonnen.
1080..1190   Hochromanik
- Zentralgewalt und Reichsfürsten
- Kreuzzüge
- Sakralbau und Wehrbau:
  Klosterbefestigungen,
  Kirchen- und Friedhofsburgen
- Burgen, Doppelkapellen, Dorfkichen,
  Pfalzen, Städte
- Bauplastik, Bauschmuck mit
  oberitalienischen Einflüssen,
  Fenster, Holzdecken, Polychromie,
  Portale, Wölbungen
- Königslutter, Quedlinburg
1080 Bei Auseinandersetzungen zwischen Heinrich IV. und seinen Gegnern in Deutschland wird Rudolf von Rheinfelden getötet. Gregor VII. verhängt nun zum zweitenmal den Bann gegen Heinrich IV. Der König erklärt den Papst daraufhin auf der Synode von Mainz für abgesetzt,  – Die deutschen Bischöfe, auf der Seite Heinrichs, wählen in Brixen Clemens III. zum Gegenpapst.  
1081 Heinrich IV. zieht gegen Gregor VII. nach Italien und nimmt 1083 Rom ein. In Mainz wird der romanische Dom gebaut.
1084 Clemens III., Gegenpapst zu Gregor VII., krönt Heinrich IV. zum Kaiser.
Gregor VII. zieht sich in die Engelsburg, dem Grabmal der römischen Kaisers Hadrian, zurück und wird dort vom Kaiser belagert.
Die Normannen unter Robert Guiscard unterstützen zwar den Papst, besetzen und plündern die Stadt, ziehen dann aber wieder ab; Gregor muß nach Salerno fliehen, wo er 1085 stirbt.
 
1085 Kaiser Heinrich IV. verkündet den »Gottesfrieden«: An bestimmten Tagen sind mit Gewalt ausgetragene Auseinandersetzungen (Fehden) verboten.
König Alfons VI. von Kastilien befreit Toledo von den Arabern.
Venedig besiegt die Flotte der Normannen und erhält dafür von Byzanz Handelsprivilegien
 
1087 Heinrich IV. lässt seinen Sohn Konrad in Aachen zum König krönen.  
1088..1099 Papst Urban II.
In seiner Regentschaft beginnen die Kreuzzüge.
 
1090..1097 Heinrich IV. in Italien.
Er kehrt geschlagen und ohne Macht nach Deutschland zurück.
 
1090..1153 Bernhard von Clairvaux. Der Abt zeichnet für die schnelle Ausbreitung des straff organisierten Mönchsorden der Zistenzienser verantwortlich. Durch seine inbrünstige Frömmigkeit und hinreißende Beredsamkeit wird er für ein ganzes Menschenalter zum geistigen und politischen Führer des Abendlandes. Ungerodete Waldtäler und Sumpfgebiete verwandeln die Zisterzienser in blühendes Kulturland (z.B. die Goldene Aue bei Walkenried am Südharz). Christentum und Kultur tragen sie durch Arbeit und Predigt in den slawischen Osten (z.B. Pforta, Lehnin, Chorin, Doberan, Eldena, Oliva, Leubus). Die gewollte Schlichtheit ihrer Kirchenbauten wird charakterisiert durch das Fehlen von Krypta und Turm in ihren Kirchenbauten; den Turm ersetzt gemeinhin ein kleiner Dachreiter.
1093 Heinrichs Sohn Konrad läuft zu Papst Urban II. über und lässt sich in Mailand zum König der Langobarden krönen. Der Erzbischof Anselm von Canterbury, der Begründer der Scholastik, stellt den ontologischen Gottesbeweis auf.
(Ontologie:= die philosophische Wissenschaft vom Seienden)
1095 Auf dem Konzil zu Clermont fordert Papst Urban II. die christlichen Ritter zur Befreiung auf und kommt damit einem Ersuchen um Hilfe gegen die Türken des byzantinischen Kaisers Alexius I.
Damit wird die Kreuzzugsbewegung ausgelöst. Nicht nur die religiöse Idee – Befreiung Jerusalems von den Nicht-Christen, Vergebung der Sünden – sondern auch handfeste wirtschaftliche Interessen – Landerwerb im Orient für die teilnehmenden Ritter, Handelsprivilegien für die italienischen Seestädte – sind Motivation für die Teilnahme an den Kreuzzügen.
Peter von Amiens, ein fanatischer Prediger, begeistert breite Kreise für den Kreuzzugsgedanken. Im Winter 1095 ziehen unter seiner Leitung erste Scharen von Kreuzfahrern, militärisch unvorbereitet, auf dem Landweg in Richtung des Nahen Ostens. Im den rheinischen Bischofsstädten kommt es zu grausamen Judenverfolgungen.
 
1096..1097 Der erste Kreuzzug unter Führung des Herzogs von Nieder–Lothringen, Gottfried von Bouillon, wird unternommen mit dem Ziel der Befreiung Jerusalems.  
1097 Die Kreuzfahrer schwören dem Kaiser von Byzanz für die von den Türken zurückeroberten Gebiete einen Lehnseid, schlagen die türkischen Seldschuken und erobern Nicäa.  
1098   Gründung von Citeaux.
In Frankreich wird das Kloster Citeaux gegründet, das Mutterkloster des Zisterzienserordens.
1099 Nachdem Kaiser Heinrich IV. seinen Sohn Konrad als König abgesetzt hat, läßt er seinen Sohn Heinrich zum deutschen König wählen. Heinrich schwört, niemals etwas gegen seinen Vater zu unternehmen.
Die Kreuzfahrer erobern Jerusalem, schlagen die Ägypter bei Askalon und wählen Gottfried von Bouillon zum ersten König des neu–gegründeten Königreiches von Jerusalem.
 
um 1100   Das altfranzösische Rolandslied entsteht; es verherrlicht Karl den Großen.
Von Frankreich aus verbreitet sich das ritterliche Turnier.
Die Rechtsschule von Bologna verbreitet das römische Recht.
In Spanien entwickelt sich der maurische Stil der islamischen Baukunst.
Die romanische Ruprechtskirche wird in Wien erbaut.
1103 Heinrich IV. verkündet einen vierjährigen Reichsfrieden, der besonders den Juden zugute kommt, die von den Kreuzfahrern verfolgt werden.  
1104 Heinrich V. erhebt sich gegen seinen Vater Heinrich IV.  
1105 Auf dem Reichstag zu Ingelheim muss Kaiser Heinrich IV. abdanken.  
1106 Kaiser Heinrich IV. in Lüttich †
Er wird 1111 im Dom zu Speyer beigesetzt.
 
1106..1125 Kaiser Heinrich V. In Worms entsteht die erste Zunft – die Zunft der Fischer.
1108..1137 LudwigVI. von Frankreich. – Die französische Königsmacht setzt sich gegenüber dem Adel durch. Ein französisches Nationalgefühl setzt sich durrch.
1110..1111 Zug Heinrich V. nach Italien.
 
Die Grafen von Schauenburg erhalten Holstein als Lehen.
 
1111 Heinrich V. zwingt in Rom den Papst, ihm die Investitur zuzugestehen und ihn zu krönen. Das Zugeständnis des Papstes wird 1116 widerrufen.
Mathilde von Tuszien unterwirft sich Heinrich V. und setzt ihn um Erben ihrer Güter ein (Mathildische Güter). Um diese Gebiete entsteht ein langandauernder Streit zwischen Papst und Kaiser. Der Anspruch der Kirche wird 1209 von Kaiser Otto IV. anerkannt.
 
1112 Der Papst verhängt über den Bann über Heinrich V.  
1114   In Klosterneuburg (Niederösterreich) wird ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet. Dort werden Kunstwerke gesammelt.
1115 Herzog Lothar von Sachsen besiegt Heinrich V.
Bernhard von Clairvaux gründet in Frankreich das Zisterzienserkloster Clairveaux.
1117 Heinrich V. läßt sich vom Erzbischof Mauritius von Braga nochmals zum Kaiser krönen und setzt diesen als Papst Gregor VIII, ein.  
1119 Papst Calixtus II. spricht erneut den Bann gegen Heinrich V. aus. Französische Ritter gründen in Jerusalem den Templerorden
1122 Wormser Konkordat.
Das Wormser Konkordat zwischen Heinrich V. und dem Papst beendet den Investiturstreit für Deutschland. Der Papst erhält das Recht auf Investitur der Bischöfe und Äbte, der Kaiser belehnt die geistlichen Fürsten vor der Weihe mit dem weltlichen Besitz (Regalien). Der Investiturstreit hat die Kaisermacht geschwächt, die Stellung der weltlichen Fürsten und der Städte dagegen gestärkt. Das Papsttum ist endgültig vom Kaiser unabhängig geworden.
 
1125 Heinrich V.in Utrecht †
Er wird 1111 im Dom zu Speyer beigesetzt.
Das salische Kaiserhaus stirbt aus.
 

Für die Korrektheit der gemachten Angaben in dieser Zeittafel kann keine Gewähr übernommen werden.

Weiterführende Literatur, auf der unsere Zeittafeln basieren, finden Sie in unserer ausführlichen Literaturliste...


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Ottonen und Salier

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