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Letzte Machtentfaltung des Kaisertums: Staufer

1125..1318 Staufer Der abendländische Universalismus
des Hochmittelalters:
Letzte Machtentfaltung des Kaisertums
Zeit Politik Hinweis
1138..1250 Das Hohe Mittelalter
Von König Konrad III. bis zum Tode Kaiser Friedrich II.
Staufer
1125..1137 Kaiser Lothar III. von Supplinburg,
Herzog von Sachsen, ein Welfe.
Herzog Friedrich von Schwaben unterliegt in der Königswahl. Mit der Wahl Lothars weicht man vom Geblütsrecht ab.
Damit beginnen die Auseinandersetzungen zwischen Staufern und Welfen.
Der Domdekan Cosmas von Prag † (geb. 1045). Erschreib eine böhmische Chronik, auch die sagenhafte Vorgeschichte umfassend.
um 1125   Der Geistliche Lamprecht der Pfaffe verfaßt ein Alexanderlied, das zum erstenmal in Deutschland einen antiken Stoff im geistlichen Sinne darstellt.
In Südfrankreich blüht die Dichtung der Troubadoure, der ritterlichen Minnesänger: Graf Wilhelm VII. von Poitiers, Bertram de Born, Berhart von Ventadorn und andere.
1127 Konrad von Staufen, der Sohn des Herzogs von Schwaben, wird als Gegenkönig aufgestellt.  
1129   In Quedlinburg wird der Dom im romanischen Stil erbaut.
1130 Der Normanne Roger II. wird von Papst Anaklet II. zum König beider Sizilien gekrönt. – Roger II. errichtet dort einen Staat mit moderner Verwaltung.  
1133 Lothar III. wird in Rom von Papst Innocenz. II., der sich, unterstützt von Bernhard von Clairveaux, gegenüber dem Gegenpapst durchsetzen kann, zum Kaiser gekrönt.  
1134 Albrecht der Bär erhält als Markgraf von Brandenburg die Nordmark.  
1135 Lothar III. kann sich gegenüber den Staufern behaupten und versöhnt sich mit den Staufern
Unter Boleslaw III. wird Polen Pommern und Rügen als Lehen von Lothar III. zugesprochen.
 
1136 Kaiser Lothar III. zieht nach Italien und vertreibt dort Roger II. aus Apulien. Roger II. kehrt aber nach Abzug des Kaisers wieder nach Apulien zurück.  
1137 Kaiser Lothar III. am Brenner †.
Er wird in Königslutter beigesetzt.
Die Kirche St.Denis bei Paris wird im französischen, frühgotischen Stil erbaut.
1138..1254 Staufische Kaiser
 
 
1138..1152 König Konrad III., ein Staufer, bisher Gegenkönig. Herzog Heinrich der Stolze von Bayern, Schwiegersohn Lothars II., kann sich bei der Wahl nicht gegen ihn durchsetzen.
Albrecht der Bär erhält vorübergehend das Herzogtum Sachsen. Heinrich der Stolze wird geächtet.
 
1139 Heinrich der Stolze verliert das Herzogtum Bayern, das an Leopold von Babenberg geht.  
1140 König Roger II. von Sizilien schafft ein Gesetzbuch für sein Reich. Das Perikopenbuch von St.Erentrud wird hergestellt, eine bedeutende Handschrift der Salzburger Buchmalerei. (um 1140)
1142 Heinrich der Löwe, Sohn Heinrichs des Stolzen, erhält das Herzogtum Sachsen. Peter Abaelard † (geb. 1079), französischer, frühscholastischer Philosoph und Dichter. Er legte die christliche Lehre rationalistisch aus und wurde deshalb zum Ketzer erklärt. Sein Briefwechsel mit seiner Geliebten Heloïse ist berühmt geworden.
1143   Adolf von Schauenburg gründet Lübeck.
1145 Papst Eugen III. ruft zu einem zweiten Kreuzzug auf. Bernhard von Clairveaux begeistert in seinen Predigten die französischen Ritter ebenso wie König Konrad III. für den Kreuzzug.  
1146 König Roger II. von Sizilien erobert Tunis und Tripolis. Der Bischof Otto von Freising schreibt eine geschichtspilosophische Weltchronik, die das Ringen zwischen Welt- und Gottesreich darstellt. Er wird als Heerführer am zweiten Kreuzzug teilnehmen.
In Regensburg wird die steinerne Brücke über die Donau gebaut.
1147..1149 Zweiter Kreuzzug, von König Konrad III. und König Ludwig VII. von Frankreich unternommen. – Die deutschen Kreuzfahrer, die auf dem Landweg nach Kleinasien ziehen, werden besiegt. Auch das französische Heer und König Ludwig VII. wird vernichtend geschlagen. In Jerusalem treffen Konrad III. und Ludwig VII. zusammen. Der Mißerfolg des Kreuzzuges stürzt die abendländischen Christen in tiefe Verzweiflung.  
um 1150 In Nowgorod entstehen deutsche und nordische Handelsniederlassungen. Die Benedikterin Hildegard von Bingen (1098..1179) grünet das Kloster Rupertsberg bei Bingen. Die erste deutsche Mystikerin verfaßt medizinische und naturwissenschaftliche Schriften.
In Thüringen wird die Wartburg, der Sitz der Landgrafen, in München wird die Peterskirche (der "Alte Peter"), in der Markuskirche zu Venedig die Mosaiken erstellt.
In Siebenbürgen und der Zips werden von König Geza II. Schwaben und Sachsen angesiedelt.
Die Universität von Paris wird gegründet.
In Deutschland kommen Familiennamen auf.
1152 König Konrad III. †
Er wird im Bamberger Dom beigesetzt.
Vor seinem Tode bestimmt er seinen Neffen Friedrich von Schwaben zum Nachfolger.
 
1152..1190 Friedrich I. Barbarossa,
in Frankfurt zum König gewählt und in Aachen gekrönt. Er stellt die Machtstellung und das Ansehen des Reiches wieder her.
 
1153 Abt Bernhard von Clairveaux †
Unter seiner Leitung wurden von Clairveaux aus 68 Zisterzienserklöster gegründet; förderte die Marienverehrung.
 
1154..1399 das Haus Anjou-Plantagenet (Heinrich II.) in England. König Heinrich II. (1154..1189) erwirbt durch Heirat und Erbschaft französische Gebiete: Normandie, Bretagne, Poitou.  
1155 Friedrich I. wird vom Papst Hadrian IV. zum Kaiser gekrönt.
Der spätere Erzbischog von Canterbury Thomas Becket wird Kanzler des englischen Königs.
 
1156 Kaiser Friedrich I. heiratet Beatrix, die Erbin von Hochburgund.
Heinrich der Löwe erhält das Herzogtum Bayern.
Östereich kommt als selbstständiges Herzogtum an die Babenberger.
 
1156..1167 Rainard von Dassel, der spätere Erzbischof von Köln, Reichskanzler  
1157 Auf dem Reichstag von Besançon wird der Anspruch des Papstes, das Reich als ein päpstliches Lehen zu betrachten, zurückgewiesen.
Pommern kommt zum Reich. Boleslaw IV. von Polen erkennt die Oberhoheit des Reiches an.
Der Bischof Otto von Freisung beschreicbt die »Taten Kaiser Friedrichs«.
Der deutsche Minnesänger Der von Kürenberg verfaßt um 1157 Lieder:
1158 Kaiser Friedrich I. ist zum zweitenmal in Italien und fordert auf dem Hoftag in Roncaglia die kaiserlichen Regalien, das recht der Belehnung der geistlichen Fürsten mit weltlichem Besitz. Unter Heinrich dem Löwen wird München das Markt- und Münzrecht zugesprochen.
um 1160   Beginn des gotischen Baustils in Frankreich.
Der österreichische Minnesänger Dietmar von Aist schreibt ein »Tagelied«.
1162 Kaiser Friedrich Barbarossa belagert das aufständische Mailand und zerstört die Stadt.
Rainald von Dassel bringt die Dreikönigsreliquien nach Köln.
1163 Friedrich I. unternimmt seinen dritten Italienzug.
Schlesien löst von sich Polen.
 
um 1164   Der Dichter in Köln, der sich Archipoeta (Erzpoet) nennt, schreibt ein »Bekenntnis« in lateinischer Sprache.
29.12.1165 Kaiser Friedrich I. Barbarossa lässt den Karolinger Karl den Großen von Papst Paschalis III. zum »Reichsheiligen« erheben.  
1166..1168 Friedrich I. unternimmt seinen vierten Italienzug. Obwohl er Rom unterwerfen kann, muss er sich nach Deutschland zurückziehen – ein großer Teil des kaiserlichen Heeres, und mit ihm Rainald von Dassel, erliegt einer Seuche.  
1167 Die lombardischen Städte schließen sich mit Unterstützung Papst Alexander III. in einem gegen den Kaiser gerichteten Bund zusammen. Mailand wird 1168 wieder aufgebaut.
1170..1220 Dominikus,
gründet 1209 den Orden der Domenikaner, der sich, wie die Franziskaner, das Armutsideal zu eigen macht.
Um 1170 wird die Abteilkirche St.Remi in Reims in frühgotischem Stil erbaut.
1172 Heinrich der Löwe zieht ins Heilige Land. Um 1172 wird in Freiberg in Sachsen Silber im Bergbau gewonnen.
1174..1177 Friedrich I. unternimmt seinen fünften Italienzug und belagert Alessandria.  
um 1175   In Sevilla wird der Alkazar, ein arabischer Königspalast, errichtet.
1176 Heinrich der Löwe verweigert seinem Vetter, dem Kaiser Friedrich I. Barbarossa, die Heerfolge nach Italien.
Die lombardischen Städte besiegen den Kaiser bei Legnano. Der Kaiser muß daraufhin mit dem Papst einen Sonderfrieden schließen
Petrus Waldus gründet in Lyon einen Verein asketischer Wanderprediger. Die Sekte der Waldenser wird von den Domenikanern verfolgt.
1177 Friede zu Venedig.
Alexander III. wird vom Kaiser als Papst anerkannt. Bis zu einem Schiedsspruch behält der Papst die Mathildischen Güter.
(Ein Streit zwischen Kaiser und Papst seit 1111)
 
1179/80 Absetzung Heinrich des Löwen.
Der Kaiser verhängt über Heinrich den Löwen die Reichsacht.
 
Auf dem dritten Laterankonzil werden die Albigenser, Katharer und Waldenser als Ketzer verurteilt, für die Papstwahl wird das Mehrheitsprinzip eingeführt.
 
1180..1223 Philipp II. August von Frankreich.  
1181 Heinrich der Löwe erhält nach seiner Unterwerfung unter den kaiser seine braunschweigischen Erbgüter zurück  
1182..1226 Franziskus (Franz von Assisi),
gründet 1209 den Orden der Minoriten (Franziskaner), dem mönchischen Armutsideal verpflichtet.
 
1183 Die lombardischen Städte erkennen im Frieden zu Konstanz die kaiserliche Oberhoheit an.  
1184 Der Mainzer Hoftag.
Die Geschlossenheit eines befriedeten Reiches und das persönliche Ansehen des Kaisers werden eindrucksvoll demonstriert durch Gäste aus allen Teilen des Imperiums, am Pfingstfest versammelt zur Schwertleite der Kaisersöhne.
Um 1184 steht die ritterliche Kultur auf ihrem Höhepunkt. Die Ausbildung der Ritter vollzieht sich in festen Forman: mit 7 Jahren Edelknabe, mit 14 Jahren Knappe, mit 21 Jahren Ritter durch den feierlichen Ritterschlag.Die ritterlichen Ideale manifestieren sich in Treue und Zucht, in christlicher Barmherzigkeit und in Minnedienst.
1185   Der Bamberger Dom wird durch einen Brand zerstört.

Die Normann erbauen den Dom in Palermo.

1186 Heinrich VI., Sohn Barbarossas, heiratet die normannische Erbin Konstante von Sizilien und wird in Mailand zum König von Italien gekrönt.  
1187 Die Eroberung Jerusalems durch den Sultan Saladin aus Ägypten wird den dritten Kreuzzug auslösen.  
1188 Kaiser Friedrich  I. nimmt auf dem »Hoftag Cristi« in Mainz das Symbol des Kreuzzugs, das Kreuz. Das Magedeburger Stadtrecht, später Vorbild für viele Städte des Ostens, wird aufgezeichnet.
1189..1192 Der dritte Kreuzzug.  
1190..1197 Heinrich VI.   
1190..1235   Spätromanik
-  Friedrich II.
-  sächsisch-westfälische Romanik
-  rheinisch-kölnische Romanik
-  Übergang zur Gotik:
   Bamberg, Limburg (Lahn),
   Magdeburg, Naumburg
1191 Heinrich VI. wird in Rom von Papst Coelestin III. zum Kaiser gekrönt. Er erobert bis 1194 das Königreich Sizilien, das er durch seine Frau Konstanze geerbt hat.
König Richard Löwenherz von England setzt von Sizilien nach Palästina über. Er schlägt Sultan Saladin und erobert Jaffa und Askalon.

 
1192 Richard Löwenherz schließt mit Saladin einen Waffenstillstand. Die Christen erhalten die Erlaubnis, die heiligen Stätten zu besuchen.
Kaiser Heinrich VI. läßt König Richard Löwenherz von England auf dessen Rückfahrt vom Kreuzzug festsetzen und gibt ihn erst 1194 gegen Lösegeld und Lehnseid frei
Der Bamberger Dom wird im romanischen und früh-gotischen Stil wieder aufgebaut, er war 1185 abgebrannt.
1193..1280 Albert von Bollstaedt (Albertus Magnus), bedeutendster Naturforscher des Mittelalters und der wohl größte deutsche Scholastiker.Er führt die Lehre des Aristoteles in die abendländische Philosophie ein. Seine Lehre in der Gefolgschaft der Erkenntnisse des Aritoteles, trennt noch zwischen menschlichem Verstehen und göttlicher Offenbarung. Sein Schüler Thomas von Aquin vereint die Gegensätze (siehe unten).
1194 Heinrich IV. wird in Palermo auf Sizilien zum König des Normannenreiches gekrönt. Damit ist er Kaiser des Deutschen Reiches und König von Sizilien. Es gelingt ihm jedoch nicht beide Reiche zu einem Erbkaiserreich zu vereinen.  
1195 Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen gstorben †  
1196 Friedrich II., Sohn Heinrichs VI., wird zweijährig zum König von Deutschland gewählt.  
1197 Kaiser Heinrich VI. † in Messina, beigesetzt im Dom von Palermo.Da sein Sohn erst drei Jahre alt, kann Papst Innozenz III. das Papsttum gegenüber dem Kaisertum stärken. Die Auseinandersetzung zwischen Papsttum und Kaisertum um die Vorhherrschaft entbrennt nocheinmal in voller Wucht.
In Italien kommt es darüberhinaus zum Aufstand gegen die deutsche Herrschaft./td>
 
1198..1216 Papst Innozenz III.
Unter ihm gewinnt das Papsttum die Auseinandersetzung.
 
1198 Doppelwahl Philipp von Schwaben und Otto IV.
In Deutschland in Nichtanerkennung des vierjährigen Friedrich kommt es zur Doppelwahl. Die Anhänger der Staufer wählen Philipp von Schwaben, Bruder Heinrich VI.zum König; die Anhänger der Welfen dagegen Otto IV., Sohn Heinrich des Löwen.
Friedrich wird König von Sizilien, zunächst unter Vormundschaft des Papstes.
Der größte Lyriker der deutschen Sprache im Mittelalter, Walther von der Vogelweide (um 1170..1230), wird fahrender Spielmann. Mit ihm erreciht der Minnesang einen ihrer Höhepunkte. Diese mittelhochdeutsche Libeslyrik höfisch-ritterlicher Kultur vereint Naturverbundenheit mit erhabenem Lebensgefühl.
Kaiser Friedrich II. wird ihn in seiner Amtszeit mit einem Gut belehnen.
1198..1208
1198..1218
König Philipp
Kaiser Otto IV.
 
1199..1216 König Johann I. ohne Land von England,
verliert fast alle seine französischen Besitzungen an Frankreich.
um 1200:
- Das Nibelungenlied erhält von einem   unbekannten, wahrscheinlich   österreichischen Dichter seine
  endgültige Gestalt.
- Das Kirchenlied »Christ ist erstanden«
  mit abschließendem »Kyrie« entsteht.
- Für den Kölner Dom wird der   Dreikönigsschrein gefertigt.
- Auf dem Felsen Mont-Saint-Michel
  an der französichen Kanalküste wird ein   Benedektinerkloster gegründet.
1201 Papst Innozenz III. stellt sich auf die Seite von Otto IV. und bannt Philipp von Schwaben.  
1202..1204

Der vierte Kreuzzug unter Führung des Dogen von Venedig. Byzanz wird erobert, ein lateinisches Kaiserreich gebildet, das bis 1261 Bestand hat.

In diese Zeit fällt auch die große Zeit der Seemächte Venedig und Genua.

Der berühmte Mathematiker Leonardo Pisano, Leonardo von Pisa, Fibonacci (etwa 1180 .. nach 1250), der erste selbstständige, bedeutende Mathematiker des Mitelalters, führt die arabischen Ziffern in Italien ein und verfaßte 1202 den »liber abaci«, die erste systematische Einführung in das Rechnen mit Zahlen.
Erinnert sei deshalb an dieser Stelle an die Fibonacci-Folge:
a[n+2]=a[n+1]+a[n];
mit a[1]=1, a[n+1]=15
um 1205   Wolfram von Eschenbach (um 1170..1220) verfaßt das mittelhochdeutsche Epos »Parzival«.
1206..1227 Die Äbte von St.Gallen erhalten die Stellung von Reichsfürsten. 1207 soll auf der Wartburg der legendäre Sängerwettstreit der Minnesänger stattgefunden haben.
1209 Otto IV. wird in Rom von Papst Innozenz III. gekrönt, nachdem 1207 Philipp von Schwaben (von Otto von Wittelsbach) ermordet und im Dom zu Speyer beigesetzt wurde.

Hermann von Salza wird Hochmeister des Deutschen Ordens.
 
1209..1229 Die Albigenserkriege: Gegen die Sekte der Albigenser wird nach Aufruf des Papstes ein Kreuzzug unternommen, in dessen Verlauf deren Land in Südfrankreich verüstet wird. Dominicus (1170..1221) gründet in Südfrankreich eine Bruderschaft, im Gegensatz zu den Albigensern stehend.
1216 wird die Bruderschaft in den Bettelorden der Dominikaner umgewandelt, der durch die ihm übertragene Inquisition gegen die Ketzer berühmt wird. Der Wanderprediger Franziskus von Assisi (1182..1226) gründet ebenfalls eine Bruderschaft, den nachmaligen Bettelorden der Franziskaner.
um 1210 Als Kaiser Otto IV. Ansprüche auf Sizilien versucht, geltend zu machen, wird er von Papst Onnozenz III. gebannt, Gottfried von Straßburg, bedeutender mittelhochdeutscher Dichter verfaßt nach französischer Vorlage »Tristan«, ein höfisches Versepos. das Werk, unvollendet, wird von Heinrich von freiberg abgeschlosssen.
1212 Der König von Sizilien, Friedrich, Sohn Heinrichs VI., kommt nach Deutschalnd, wird zum König gewählt und gekrönt. Auf Seiten Friedrichs stehen der Papst und Frankreich, auf seiten Otto IV. England. Die Kathedrale von Reims wird im hochgotischen Stil erbaut.
1213 Goldene Bulle von Eger: Friedrich bestätigt den Verzicht Ottos IV. auf jedwede Einflußnahme bei Bischofswahlen.  
1214 In der Schlacht bei Bouvines besiegtder französische König Philipp II. august von frankreich König Johann von England und Kaiser Otto IV. Damit ist zugleich für Friedrich in Deutschland der Weg frei.  
1215..1280 Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen. 
Friedrich, ein weiser Staatsmann, führt moderne Verwaltungsreformen in Sizilien durch, gilt als künstlerisch und wissenschaftlich überaus interessierter Mensch.
Unter seiner Regentschaft, die immer Sizilien in den Mittelpunkt gestellt hat, verliert das deutsche König- bzw. Kaisertum zugunsten des deutschen Fürstentums mehr und mehr an Bedeutung.
 
1215 Das Laterankonzil festigt u.a. die zwei Schwerter-Theorie, nach der dem Papst die Vorherrschaft über den Kaiser zusteht. Damit hat das Papsttum unter Papst Innozenz III. seinen Höhepunkt der machtentfaltung erreicht.
Die Magna Charta Libertatum von England sichert dem Adel und den Städten Rechte zu und bindet den König an Gesetze.
 
1216..1227 Papst Honorius III. Um 1220 wird die hochgotische Kathedrale von Chartres vollendet.
Für den Hildesheimer Dom wird ein Taufbecken, eine romanische Bronzearbeit hergestellt.
1218 Kaiser Otto IV. † Durch eine Sturmflut entsteht in der Nordsee der Jadebusen (Wilhelmshaven).
1220 In der »Confoederatio cum princibus ecclesiasticis« erkennt Friedrich II. die Hoheitsrechte der geistlichen Fürsten an.

Papst Honorius III. krönt Friedrich II. in Rom zum Kaiser. Sein Sohn Heinrich (der nachmalige Heinrich VII.) wird zum deutschen König gewählt und 1222 in Aachen gekrönt./td>
 
1221 Kaiser Friedrich II. kehrt nach nach Sizilien zurück. In Padua wird eine Universität gegründet (1222).
1224 Kaiser Friedrich II. gründet die Universität von Neapel.  
1225 Friedrich II. heiratet in zweiter Ehe Jolante, die Tochter des Königs von Jerusalem. In Wien wird mit dem Bau der Stephanskirche begonnen.
1225..1274 Thomas von Aquino, Schüler des Albert Magnus, vereint Glauben und Wissen, will die scheinbaren Widersprüche auflösen. Die »Summa theologiae« des Thomas von Aquin wird zum klassischen Buch der katholischen Kirche und zur Quelle zahlreicher kirchlicher Lehrentscheidungen.

Thomas von Aquin, Albertus Magnus, Duns Scotus sind wohl die bedeutendsten Vertreter der Scholastik. Die mittelalterliche Philosopie versucht die von den Arabern überlieferten aristotelischen, neuplatonischen und augustinischen Lehren mit der vernunft des christlichen Glaubens in einklang zu bringen, um auf diese Weise Glaubensbeweise hervorbringen zu können.
1226 Friedrich II. veranlaßt den Deutschen Orden, das heidnische Preußen zu erobern und zu missionieren.  
1227 Friedrich II. tritt einen Kreuzzug an, muss aber wegen einer Seuche umkehren, wird vom Papst gebannt. Die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst entbrennen erneut.  
1227..1241 Papst Gregor IX.
In Deutschland wird vom Domenikaner Konrad von Marburg (Beichtvater der hl. Elisabeth von Thüringen) die Inquisition eingeführt.
 
1228..1229 Fünfter Kreuzzug unter Kaiser Friedrich II.
Nur durch Verhandlungen, ohne Kriegsführung erringt er die Herrschaft über Jerusalem, Bethlehem und Nazareth. Friedrich krönt sich selbst zum König von Jerusalem.
Nach seiner Rückkehr vertreibt er die mittlerweile in Sizilien eingedrungenen päpstlichen Truppern wieder.
Ein Kreuzfahrer Freidank stellt eine Spruchsammlung »Bescheidenheit« zusammen.
1230 Friedrich II. wird vom Bann gelöst. Für den Bamberger Dom werden um 1230 die Standbilder Heinrichs II. und seiner Frau Kunigunde geschaffen.
1231 Mit den »constititutiones Melfi«, einer fortschrittlichen Gesetzessammlung macht Friedrich II. Sizielien zu einem modernen Einheitsstaat.
In Preußen gründet der Deutsche Ritterorden seine Burgen.
Landgräfin Elisabeth von Thüringen in Marburg †
D ie Tochter des ungarischen Königs war wegen ihrer Mildtätigkeit berühmt geworden.
Kulm, Thorn
1232 Das Privileg zugunsten der Fürsten. Im »Statutum in favorem principum« bestätigt Friedrich II. den deutschen Fürsten territoriale Herrschaftsrechte. Um 1232:
Palermo auf Sizilien wird dank Friedrich II. zum kulturellen Mittelpunkt Italiens.
Friedrich II. verfasst in dieser Zeit das berühmte Buch zur Falkenjagd.
Innsbuck erhält um 1232 das Stadtrecht.
Um 1233: Eike von Repgow stellt das sächsische Recht im »Sachsenspiegel«, dem bedeutendsten Rechtsbuch des deutschen Mittelalters zusammen.
1235 Auf dem Reichstag zu Mainz verkündet Friedrich II. den großen Mainzer Landfrieden, das erste Reichsgesetz in deutscher Sprache.
König Heinrich VII. probt in Deutschland einen Aufstand gegen seinen Vater Kaiser Friedich II., den dieser jedoch niederschlägt. Heinrich wird gefangen gesetzt.
Um 1235:
Beginn der deutschen Gotik.
Das gotische Langhaus des Straßburger Münsters wird errichtet.
1237 Konrad, Sohn Kaiser Friedrichs II., wird zum »römischen König und zukünftigen Kaiser« gewählt.
In der Schlacht bei Cortenuova siegt Friedich II. über die von den Guelfen beherrschten und vom Papst unterstützten lombardischen Städte
Um 1236:
Der Dichter Neidhart von Reuenthal verfaßt dörfliche Poesie und weitet damit den Minnesang auf die bürgerliche Gesellschaft aus.
Um 1238:
Granada. die Hauptstadt des arabischen Reiches in Spanien, erlebt ihre Blütezeit.
1239 Friedrich II. wird erneut gebannt. Um 1240:
In Braunschweig, der ehemaligen Pfalz Heinrich des Löwen, wird ein Grabmahl für ihn und seiner Gemahlin Mathilde errichtet.
1241 Mongolenschlacht bei Liegnitz.
Auf der Wahlstatt bei Liegnitz siegen die Tataren über Herzog Heinrich II. von Schlesien. Die Tataren dringen bis Ungarn vor, ziehen sich aber später wieder aus Mitteleuropa zurück.
 
1243..1254 Papst Innozenz IV., gegener Friedrichs II.  
1244 Jerusalem geht den Christen endgültig verloren.  
1245 Konzil von Lyon (Innozenz IV.)
Kaiser Friedrich II.wird abgesetzt und gebannt.
In London wird die Westminster Abbey im gotischen Stil geschaffen.
1246 Der Landgraf von Thüringen Heinrich Raspe wird als Gegenkönig aufgestellt und besiegt König Konrad IV. Friedrich II. läßt in Apulien Castel del Monte erbauen.
1248 Die Lombarden besiegen Friedrich II. bei Parma. Baubeginn des Kölner Doms.
Baubeginn der gotischen Kirche St.Chapelle in Paris
1248..1254 Sechster Kreuzzug unter Ludwig IX. von Frankreich  
1250 Kaiser Friedrich II.. von Hohenstaufen † in Apulien.
Er wird im Dom von Palermo beigesetzt.
Die Überlegenheit der Kurie titt offen zutage, die kaiserliche Macht schwindet rapide, in Deutschland ist der Aufstieg der Fürsten und Städte zu beobachten.
Das Zeitalter der Nationalstaaten beginnt.
Nach seinem Tode entsteht die Sage seiner Wiederkehr. Dieses Bild um 1500 auf die Person Friedrich Barbarossa's übertragen. (Kyffhäuser-Sage)
1250..1254 König Konrad IV., Sohn Friedrich II. versucht sich gegen den 1247 gewählten Gegenkönig Graf Wilhelm von Holland durchzusetzen, scheitert aber.  
1253   In Paris wird eine Theologenschule, die spätere »Sorbonne« gegründet.
1254 Konrad IV. †
Sein Halbbruder Manfred schlägt zunächst die päpstlichen Truppen, unterliegt dann aber in Apulien Karl von Anjou, dem Bruder des französischen Königs, den der Papst inzwischen mit Sizilien belehnt hat.
 
1254..1273 Interregnum (Zwischenreich) in Deutschland,
die kaiserlose Zeit.
 
1260..1327 Meister Eckehart   Um 1260:
- Der Meister vom Naumburger Dom   schafft die bemalten Stifterfiguren   Ekkehard und Uta.
- Die Plastik »Bamberger Reiter« entsteht.
1265..1321 Dante   
1268 Konradin
Zwei Jahre nach der Niederlage Manfreds versucht der junge Konrad, Sohn Konrads IV., von den Italienern Conradino genannt, sein Erbe zurückzugewinnen, wird von Karl geschlagen, durch Verrat gefangen und grausam hingerichtet.
 
1272 Der letzte Hohenstaufe, der Kaisersohn Enzio, stirbt 1272 nach langer, 23jähriger Gefangenschaft in Bologna  
1318 Erwin von Steinbach  
  Fast genau zwei Jahrhunderte hatte das große Ringen zwischen Kaisertum und Papsttum, das zentrale politische Thema des Mittelalters, gedauert. Das Papsttum war am Ende Sieger geblieben. Nur die Kirche repräsentierte fortan die Einheit des Abendlandes; politisch war die Einheit zerbrochen.  

Für die Korrektheit der gemachten Angaben in dieser Zeittafel kann keine Gewähr übernommen werden.

Weiterführende Literatur, auf der unsere Zeittafeln basieren, finden Sie in unserer ausführlichen Literaturliste...


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